Erziehungslotsen

Ein Projekt für Familien in Niedersachsen

  • niedrigschwellige Hilfe für Familien
  • geschulte Helferinnen und Helfer
  • ehrenamtlich
  • abseits der Ämter
  • in Absprache mit dem Fachdienst Kinder, Jugend und Familie

Sie suchen Erziehungslotsen?

Die Lotsen werden über die Familienservice-Büro der Stadt Salzgitter vermittelt, dem KiTaBe.
Frau Berge-Traore ist hierfür engagiert tätig. Rufen Sie sie an unter 05341 839 4564.

Erziehungslotsen - auch für Migranten

Wie bekommen Sie einen Erziehungslotsen?

Wer Erziehungslotsen in Anspruch nehmen möchte wende sich an Frau Berge-Traore im Familienservice-Büro (KiTaBe) der Stadt Salzgitter unter 839 4564.

Pressemitteilung der Stadt Salzgitter

Stadt Salzgitter und Familien-Bildungsstätten: erste Erziehungslotsen stehen für den Einsatz in Familien bereit.

Das Projekt „Erziehungslotsen“ ist ein weiterer Baustein, die Lebenswelten von Kindern und Familien in Salzgitter positiv zu gestalten. Nun haben die ersten Erziehungslotsen ihre Ausbildung beendet und freuen sich auf die Familien, die sie tatkräftig unterstützen können.

Die Projektträger, die evangelische und katholische Familien-Bildungsstätte sowie der Fachdienst Kinder, Jugend und Familie der Stadt Salzgitter betonen, dass für die erste Ausbildungssequenz des Landesprojektes „Erziehungslotsen“ besonders motivierte Frauen und Männer mit reichhaltiger Lebenserfahrung gefunden werden konnten. Sie betrachten ihren Auftrag als Hilfe zur Selbsthilfe der ihnen vermittelten Familien. Die glücklich erlebten Umstände in ihrer eigenen Familienphase sowie die Erkenntnis, dass die Wahrnehmung von „Glück“ die Freude über „Kleinigkeiten“ bedeutet, motivieren dies in die Gesellschaft zurück zu geben. Es meldeten sich Personen, die eine ehrenamtliche Tätigkeit suchten, in die sie ihre Lebenserfahrung einbringen konnten.

Erziehungslotsen sollen auch Familien mit Migrationshintergrund zur Verfügung stehen weshalb die Ausbildung interessantes Hintergrundwissen über kulturelle Bräuche, Religionen und Wertevorstellungen vermittelt. Diesem Ziel wird besonders entsprochen werden können, denn schon im ersten Ausbildungsdurchgang engagierten sich drei Personen mit Migrationshintergrund.

Die Erziehungslotsen haben ein Kursprogramm von 120 Stunden durchlaufen und sind certifiziert. Die Ausbildung war für die Erziehungslotsen kostenlos. Die Vermittlung der Erziehungslotsen in die Familien wird über den Fachdienst Kinder, Jugend und Familie, mit den über die Kindertagesstätten angeschlossenen dezentralen Familienservicebüros sowie die evangelische oder katholische Familien-Bildungsstätte erfolgen.

Die vornehmliche Aufgabe der Erziehungslotsen wird darin bestehen, die Eltern zu stärken und auf vielfältige Weise dazu beizutragen, Familiensituationen zu entspannen. Dazu gehört aber auch, zu erkennen, wann es nötig ist, weitere Beratung oder Hilfe hinzu zu holen. Hier wird der Fachdienst Kinder, Jugend und Familie mit den unterschiedlichen Fachgebieten der pädagogischen und wirtschaftlichen Hilfe ein Partner sein.

Die Erziehungslotsen wurden geschult für Anregungen zu sinnvollem Freizeitverhalten, ebenso wie zu gesunder Ernährung, Bewegung, die Spaß macht und das Lernen fördert. Einzelne Fortbildungsmodule fanden unter Beteiligung des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie statt.

Die zukünftigen Erziehungslotsen arbeiten ehrenamtlich und zeitlich begrenzt bis zu drei Stunden wöchentlich und maximal bis zu einem Jahr mit Eltern und Kindern zusammen. Dies setzt die Bereitschaft voraus, helfen zu wollen und sich dabei in ein zunächst fremdes Familiensystem einzufügen, den Familienalltag kennen zu lernen und der Familie begleitend und unterstützend zur Seite zu stehen.

Familien, die sich den täglichen Herausforderungen nicht ganz gewachsen sehen, stehen Erziehungslotsinnen und Erziehungslotsen hilfreich zur Seite – z. B. wie kann ich „Zeitdiebe“ austricksen?

Es ist schwerer geworden, allgemein verbindliche Regeln und Erziehungsempfehlungen zu formulieren. Erziehung ist dabei zu einer unsicheren Gradwanderung geworden, mit dem Risiko, auf der einen Seite in Richtung autoritärer Strenge und Gewalt, auf der anderen in Richtung eines resignativen Laissez-faire-Stils abzurutschen. Unsicherheit und Ängste zu versagen, zu traumatisieren, etwas falsch zu machen oder zu versäumen, erschweren es den Eltern, sich in der Erziehung auf Kommunikation und Beziehung mit ihrem Kind einzulassen.

Die Erziehungslotsen sind ein präventiver Ansatz bei und mit den Eltern, sie zu entlasten und zu stärken, möglichst frühzeitig Überforderung, Belastungen und Störungen von Kommunikation und Beziehung zu erkennen und die Eltern je nach Bedarf zu stützen und ihnen weitere Hilfe anzubieten. Erziehungslotsen bieten nicht nur eine willkommene Entlastung für die Eltern. Sie sind auch eine Bereicherung für das Kind, wenn sie sich Zeit nehmen für Zwiegespräch und Spiel mit dem Kind, sich in regelmäßigen Kontakten mit dem Kind vertraut machen und schließlich in Belastungssituationen Trost und Sicherheit vermitteln können.

Mehr Informationen

Broschüre zum Projekt Erziehungslotsen

Das Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit hat eine informative Broschüre zum Projekt Erziehungslotsen [503 KB] herausgegeben. Sie können Sie hier herunterladen oder beim Ministerium bestellen. Die Adresse finden Sie auf der letzten Seite der Broschüre.

Das Projekt Erziehungslotse wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit und in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Niedersachsen durchgeführt.


Ev. Familien-Bildungsstätte Salzgitter

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